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Kahnfahrt im Spreewald, Lübbenau- Lehde und zurück

Eine Spreewald- Kahnfahrt, muß man mal mit gemacht haben.

Ich selber kann die Kahnfahrten nicht mehr zählen, die ich in meinem Leben gemacht habe. Zig Bilder aus sämtlichen Jahrzehnten gibt es von den zahlreichen Kahnfahrten von mir oder meiner Familienmitgliedern. Ob Schulausflüge oder Unternehmungen mit unserem Besuch führten immer wieder zu einer Kahnfahrt.

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Ich liebte als Kind diese Ausflüge und so dachten wir, dass wir es auch mit unseren Kinder wagen könnten, zumal es der einzig schöne warme Tag unserer Ferienwoche im Spreewald war.

Wir fuhren mit dem Auto nach Lübbenau und fanden einen Parkplatz kurz vor dem Marktplatz. Zu Fuß ging es an der Kirche mit dem Sagenbrunnen vorbei zum Hafen.

Am großen Hafen in Lübbenau.

großer-Hafen-Luebbenau

Großer Hafen in Lübbeanau

Genau wie damals, als ich selbst kaum älter als 3 oder 4 war, gab es für mich als erstes am Hafen eine Salzgurke.

Gurkenstand in Luebbenau Hafen im Spreewald

Eine kleine Auswahl an eingelegten Gurken.

Na, seht ihr welche davon die Salzgurke ist? Ich erkenne sie sofort. Sie macht so einen glasigeren Eindruck. Immer noch nicht? Die 2. von links. Genau.

Salz-und Gewürzgurken.

Wo versteckt sich die Salzgurke?

Für den Rest der Familie gab es die Gewürzgurken. Mein Mann findet die Salzgurke total ekelig. Mir ist das egal, und ich schwelge während des Genusses in Kindheitserinnerungen.

Soviel hat sich am Hafen in Lübbenau nach all den Jahren gar nicht geändert. Ich weiß nicht mehr ob es die Gurkenstände schon früher gab, aber rechts den Imbiss, an dem man Schmalzstullen und Fischbrötchen kaufen kann, gab es auch damals schon. Das Gasthaus “ Zum grünen Strand der Spree“ gibt es auch schon seitdem ich denken kann. Meine Mutter hat dort mal als Kellnerin gearbeitet, während ich in einer Seitenstraße in einen kirchlichen Kindergarten gegangen bin.

Restaurant Zum grünen Strand der Spree Luebbenau Hafen.

Restaurant „Zum grünen Strand der Spree“.

Hier suchen wir unseren Kahn aus. Ganz wichtig: Die Kinder waren vorher noch einmal auf Toilette. Eine Kahnfahrt macht nämlich nur halb so viel Spaß, wenn man ein quengelndes Kind neben sich sitzen hat und mal muß.

Am Anlegeplatz

Wo ist für uns ein Platz?

Es ist nicht viel los. Wenig Besucher, wenig Kähne. Der Kahnmann erzählte uns später, dass die Saison vor einer Woche gestartet wurde und zwar mit der  „Rudelübergabe“. Rudel ist die Stange mit der gestakst wird, aber jetzt wußten wir es ja besser, gerudelt wird.

Da kommt unser Kahn. Der da, rechts im Bild, mit den Animal-print-Decken. Tja. geht ja gleich los in den Spreewalddschungel.

An der Anlegestelle Hafen Luebbenau

Viele Kähne sind noch eingepackt.

Start. Die Rundfahrt beginnt.

Wir gingen an Bord einer 1,5 Stündigen Rundfahrt nach Lehde. Für´s erste vollkommend ausreichend.
Die Kähne starteten erst wenn sie voll waren. Das ging dann aber doch erstaunlich schnell. Wir saßen zu fünft auf einer Bank. Hannes und ich außen und die Kinder in der Mitte, damit auch ja keiner rausplumpst. Ging gut.
Der Kahnführer war sehr gesprächig, machte seine Witzchen und ab und an bekam man die eine oder andere interessante Information. Zwischendurch genoss man einfach die Natur, die schönen Häuschen.

Spreewaldhaus

Ein Spreewaldhaus.

Für unsere Kinder wurde es am aufregendsten als Schlangen im Wasser auftauchten. Die Ringelnattern nutzen den schönen Tag zum baden. Mein Ältester war total ärgerlich, dass ich sie nicht auf ein Bild bekam. Nun ja, sie sind etwas fotoscheu, die Kleinen.

Es ging vorbei an weiten Feldern und alten Bauerngehöften. Obwohl ich ja schon so oft hier unterwegs war, ist es für mich immer wieder schön.

Bauernhof im Spreewald.

Ein typisch alter Bauernhof.

Ab und zu sah man mal einen weiteren Ausflugskahn. Aber wie gesagt, es war nicht viel los. Ich weiß gar nicht mehr wie es in der Hochsaison aussieht. Ob man da noch das Wasser zwischen den ganzen Kähnen sehen kann?

Kahnfahrt in Luebbenau.

Zwei Ausflugskähne.

Wenn man nicht so einen gespächigen Kahnführer hat, kann man sich an Schildern orientieren, um zu wissen, wo man sich gerade befindet.

Wegweiser im Spreewald.

Wegweiser sind überall zu finden.

Früher fand ich es immer total witzig, dass hier genau die gleichen Ortsschilder stehen wie an einer Straße. Wir erreichten Lehde ziemlich schnell. Das nahe liegendste Spreewalddorf.

Pause in Lehde

Ortseingangsschild Lehde im Spreewald.

Ortseingangsschild Lehde.

Dort hatten wir 40 Minuten Aufenthalt, um uns umzusehen und die Beine zu vertreten.

 

 

 

Während die einen ankommen, ziehen die anderen schon wieder weiter. Im Sommer geht es hier zu, wie im Bienenstock.

 

Kahn verlaesst Lehde.

Auf Wiedersehen.

 

Zeit für einen Kaffee und Plinse und die Kinder entschieden sich für Eis. Hm, lecker.

 

 

 

 

Hier im Dorf wird der Verkehr bzw, das Parken auch festgelegt und geleitet.

Als ich Kind war, hatte ich wenig Mitspracherecht, was die Touren anging, und ich war immer total sauer , wenn es nicht nach Lehde mit dem Freilichtmuseum ging, sondern zum Kaffee Venedig oder sonst wohin. Dieses Museum habe ich geliebt. Jetzt waren die 40 Minuten zu wenig, aber manchmal gibt es auch längere Pausen und wir haben uns das Freilandmuseum Lehde für die nächsten Tage vorgenommen.

 

Freilichtmuseum-Lehde.

Das Freilichtmuseum in Lehde.

Auf dem nächsten Bild sieht man alles, was man so im Spreewald, neben wandern, so machen kann, fortbewegungstechnisch.

Hafen am Froehlichen Hecht.

Paddeln, Kahn fahren, Fahrrad fahren.

Zugegeben an  das Bild von Stand-up- Paddler muß ich mich noch gewöhnen. Aber warum nicht.

Stand up Paddling im Spreewald.

Stand up Paddler auch hier im Spreewald.

 

Zurück nach Lübbenau.

Kahn in Lehde im Spreewald.

Unser Kahn. Jetzt sieht man die schönen Decken ganz deutlich.

Wieder geht es vorbei an malerischen Häuser. Und wenn ihr denkt, dass möchte ich auch dort haben: Häuser und Grundstücke im Spreewald werden fast nur noch vererbt. Ist ja klar, würde ich auch nicht verkaufen, so was einmaliges.

Spreewaldhaus bei Lehde im Spreewald.

Spreewaldhaus bei Lehde.

Zwischendurch fotografierte mein Ältester. Sein Interesse galt natürlich anderen Dingen und so hat er auch mal andere Objekte, als die blühende Natur bildlich festgehalten. Aber da kann man sehen, es wird dort, wo andere Urlaub machen, auch gearbeitet und zwar landwirtschaftlich. Aber ich denke, dass das nur noch in verschwindendem Maße geschieht.

Roter Traktor im Spreewald.

Der rote Traktor.

Ab und zu sieht man noch ein Exemplar von alten Heuschobern. Der Arme ist vom Aussterben bedroht, da es kaum noch jemanden gibt, der diese Art der Heuaufbewahrung beherrscht. Kann man sowas nicht an die nächste Generation weitergeben?. Wenn diese Heuschober verschwunden sind, ist der typische Spreewald nur noch Geschichte. Mein Opa konnte das noch. Er erzählte auch oft, wie sie im Winter übers Eis zu den Ställen gezogen wurden.

Der Heuschober im Spreewald.

Typisches Bild im Spreewald. Aber vielleicht nicht mehr lange.

Genauso, verhält es sich mit den typisch, schwarzen Holzkähnen. Die werden auch immer weniger. Halten eben nicht so lange, aufwendig in der Pflege. Da heute alles am besten keine Arbeit machen muß, werden diese gegen Alu- oder andere Blechkähne ausgetauscht. Schade.

Für mich gehörte dieser Geruch nach Teer, mit denen die Kähne gestrichen wurden, und Wasser zum Spreewald. Ihr kennt das ja auch, wie so ein Geruch in Sekundenschnelle einen in die Vergangenheit führen kann. Während ich das hier schreibe, wird mir klar, wie ich diesen Geruch dieses Mal schon vermisst habe. Nur ganz leicht konnte man ihn hier und da noch erahnen.

Hier noch ein paar übrig gebliebene Holzkähne.

Holzkahn im Spreewald.

Typischer Spreewaldkahn aus Holz.

Die Zeiten ändern sich , auch im Spreewald. Aber ich bin sicher (oder hoffe ich nur?), dass es Leute geben wird, die diese alten Traditionen bewahren werden. Sonst wird der Spreewald nur noch ärmer.

Die Rücktour nach Lübbenau dauerte nur 30 Minuten. Perfekt.

Die Jungs wurden zum Ende hin schon unruhiger. Länger hätte die Fahrt gar nicht dauern dürfen. Die Kinder brauchten wieder Bewegung.
Aber selbst unsere 2 Jährige machte super mit, obwohl sie doch recht lebhaft ist. Auf jeden Fall kam diese Kahnfahrt bei unseren Kindern sehr gut an.

Schöner Ausflug. Für den Einstieg sehr zu empfehlen, bevor es in Eigeninitiative mit Kanu oder Paddelboot weiter geht.

Hier gibt es noch weitere Beiträge rund um den Spreewald.

 

 

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Nancy

Nancy

Hallo, ich bin die Hauptautorin in diesem, meinen Blog. Mit meiner Familie zusammen zu sein, ist für mich das schönste was es gibt. Am intensivsten ist es, wenn wir auf Reisen gehen und zusammen neue Dinge entdecken.
Nancy

2 Kommentare

  1. Gunhilde sagt

    Danke für die schöne Tour durch den Spreewald,hat Erinnerungen hervorgerufen an einen Urlaub in Lübbenau und eben auch einer Kahnfahrt 🙂

    • Nancy sagt

      Schön, dass der Beitrag gefallen hat. Vielleicht ist er ja auch ein Anstupser für eine Wiederholungstat.😊

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