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Aurich ist traurig, Leer noch viel mehr… So ein Quatsch!

Kennt ihr ihn, diesen Spruch: Aurich ist traurig, Leer noch viel mehr, und will Gott ihn bestrafen, schickt er ihn nach Wilhelmshaven. In unserer Familie viel von meinem Mann, zur Freude meiner Kinder zitiert. Trotzdem waren wir in Leer. Ob es wirklich so traurig ist? Seht selbst!

Was will man denn in Leer?

Wir wollten schon immer mal mit unseren Kindern das Miniaturland in Leer aufsuchen. Bei Famila in Wechloy steht ein Schaukasten mit dem Familaplatz. Das ist immer das Highlight unserer Kinder, wenn wir mal dort zum einkaufen waren. Da jetzt Osterferien sind, dachten wir uns, dass es doch die Gelegenheit wäre dort hin zu fahren. Gesagt, getan.

Das Leeraner-Miniaturland

Hier schien in letzter Zeit viel gebaut worden zu sein. Alles sehr neu. Die Fassade mit den Giebeln nach historischem Vorbild, fanden wir sehr einladend. Hier könnt ihr mal auf die Webseite dieses Ausflugsziel schauen.

Hübsche neue Fassaden in Leer-Eingang zum Miniaturland

Eingang zum Miniaturland in Leer.

Das Miniaturland besteht aus zwei großen Hallen. In der ersten sind die wichtigsten Städte und ihre Umgebung in Ostfriesland zu bestaunen. An den Seiten hingen Monitore. Mit einem Knopfdruck konnte man bestimmte Szenen, wie zum Beispiel eine Rettungssituation bei einem Unfall oder Bauarbeiten in Bewegung setzen. Das fanden meine Kinder mit am spannendsten. Wir mußten manchmal echt lange suchen.

Miniaturland in Leer.

Hier gab es Einiges zu gucken.

Kennt man die Umgebung und Landschaft, ist das Ganze vielleicht noch spannender. Aber ein Blick auf die Leeraner Altstadt in Miniaturformat zu sehen, war auch interessant, wollten wir es uns danach doch noch in Natura ansehen.

Leer im Miniaturland Leer.

So hatten wir schon mal ein ersten Eindruck von Leer.

Was für eine Freude Greetsiel zu entdecken. wie waren ja Ende letzten Jahres dort. Hier könnt ihr über unseren schönen Familienausflug im Herbst einiges nachlesen.

Greetsiel und die zwei Windmühlen im Miniaturland Leer.

Die zwei Windmühlen lassen einen gleich wissen, wo man ist.

Die zweite Halle war für uns noch spannender. Ja, da war unser Oldenburg zu sehen und jeder konnte mitreden. Zur Zeit wird auch Berlin aufgebaut. Ich hatte es im Fernsehen vor kurzem in den Regionalnachrichten gesehen, daß das Miniaturland dieses Modell übernommen hat. Ich habe gestaunt, wie weit sie schon waren. Ganz toll unsere Hauptstadt dort im Überblick sehen zu können.

Draußen im Garten.

Ja, da sind auch kleine Miniaturlandschaften aufgebaut. Wir hatten einen sonnigen Tag mit immerhin Plus-Graden erwischt, so daß man sich auch mal auf eine Bank setzten konnte und die wärmenden Sonnenstrahlen genießen konnte.

Im Garten des Miniaturlandes in Leer.

Während unsere Kleinste sich gleich auf das Klettergerüst stürzte, gesellten sich die Jungs zum einsamen Kapitän.

Ich glaube draußen war die Miniaturlandschaft erfunden. Oder nicht ? Ich habe gar keine Ahnung.

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Auf der Uferpromenade entlang der Leda.

Zuerst suchten wir die Touristeninformation in der Ledastraße 10 auf. Dort gab es eine Reihe Informationen für den Urlaub 2018. Was man alles machen kann! Auf jeden Fall viel Rad fahren oder auf dem Wasser unterwegs sein. Dabei entdeckt man das eine oder andere Schmuckstück.

Wir wollten nur erstmal eine Stadtkarte, um uns in der Stadt orientieren zu können. Den Rathausturm im Blick, spazierten wir in diese Richtung an der Uferpromenade der Leda entlang.

Leer an der Leda.

Von der Touristeninformation wird man magisch vom Wasser der Leda angezogen.

An der Uferpromenade konnte man einige kleinere und größere Schiffe sehen. Noch war alles ganz ruhig. Man konnte es aber regelrecht in der Luft spüren, dass sich alles schon in den Startlöchern für die nächste Saison befindet.

 

Leer an der Leda- Segelschiff.

Hier ein Dreimaster. Ich liebe diese maritime Atmosphäre.

So manchen Yacht-Besitzer trieb es bei diesem herrlichen Sonnenschein auf sein Boot, einfach, um schon mal so ein bisschen herum zu puzzeln.

Das erste Haus, was uns auf dem Weg zur Altstadt auffiel, war der Kulturspeicher. Auf der Homepage habe ich gesehen, dass neben Essen und Trinken viele interessante Veranstaltung hier stattfinden.

Durch ein kleine Gasse kamen wir auf die Rathausstraße.

Kleine Gasse in der Altstadt von Leer.

Hier kommt garantiert kein Auto lang.

Wir flanierten die Rathausstraße entlang und genossen die gemütlichen und schmucken Häuserfassaden.

Es wirkte alles sehr einladend.

Fussgaengerzone in Leer.

Rechts ist das Haus Hamburg zu sehen, ein bekanntes und wohl auch beliebtes Restaurant in Leer. Hinten sieht man das barocke Haus “ die Waage“.

Das Haus Samson.

Darauf wollen wir besonders aufmerksam machen, da es uns sehr gefallen hat. Es ist wohl eines der ältesten Gebäude der Stadt. Auf der Fassade entdeckt man die Zahl 1643, was den Bau der Fassade angibt. Andere Teile des Hauses sind wohl laut Wikipedia älter. Bei Wikipedia habe ich auch gelesen warum es Samson heißt, und zwar war es in der Niederlande üblich den Häusern Namen zu geben und Samson war wohl eine besonders starke Gestalt aus dem Alten Testament und der Name sollte die Stärke der Besitzer symbolisieren.

Seit 1800 befindet sich dort die Weinhandlung Wolff. Mein Mann kriegte sich gar nicht mehr ein, als ihm auffiel, daß es ja die Weinhandlung ist, dessen eine Filiale sich im Famila in Wechloy befindet, wo wir schon mal den ein oder anderen Wein gekauft haben. Prost! Auf der Homepage erfährt man noch vieles Interessantes über die Weinhandlung, die Geschichte und das Haus. Hier könnt ihr euch mal umschauen.

Haus Samson in Leer.

Das Haus Samson mit seiner wunderhübschen Fassade.

Was wir ganz toll fanden war, dass sich in den oberen Räumen ein kleines Museum befindet. Es ist so faszinierend dort durch zu gehen. Ruck zuck ist das Rad der Zeit 100- 150 Jahre zurück gedreht und man ist mittendrin. Es ist klein aber wirklich so fein, dass es sich auf jeden Fall lohnt, dort hinein zu schauen.

Museum im Haus Samson in Leer.

Im tollen kleinen, feinen Museum im Haus Samson gibt es eine Unmenge zu entdecken.

 

In Leer muß man einen Ostfriesentee trinken. Punkt!

Haben wir uns auch gedacht. Zuerst wollten wir in ein uriges Teehaus am Hafen gehen, aber obwohl ja wirklich nicht viel los war, waren dort alle Tische reserviert. Ich möchte nicht wissen, wie es hier in der Saison aussieht.:)

Wir waren im Bünting Coloniale und haben dort unseren Tee getrunken. Der Tee war sehr gut, aber eine gemütlichere Atmosphäre als in diesem Geschäft wäre mir lieber gewesen. Bünting Tee, das traditionsreiche und größte Teehandelsunternehmen in Ostfriesland ist ganz eng mit Leer verbunden, und hat fast jeder schon im Supermarkt gesehen, oder?

Buenting Tee in Leer.

Bünting Tee und Leer gehören zusammen.

In der Brunnenstraße, zwei oder drei Häuser vor dem Bünting Coloniale, gibt es auch das Teemuseum. Dieses hätte ich sehr spannend gefunden, aber für unsere Kinder wäre es zuviel geworden, also Vertagung auf später.

Lesestoff gefälligst.

Im Norden wird viel gemordet. Hier kommen Krimi-Fans voll auf ihre Kosten. Im Tatort Taraxacum kann man aber neben Krimis auch andere Literatur erwerben. Ein Restaurant sorgt für das leibliche Wohl. Lesungen finden hier regelmäßig statt, und natürlich viele Krimis unter anderem zum Beispiel vom Krimiautor des Nordens schlechthin. Ich meine natürlich den Klaus Peter Wolf aus Norden. Wie ich auf der Homepage gesehen habe, sind die Lesungen natürlich sehr begehrt.

Tatort Taraxacum Buchhandlung in Leer.

Hier gibt es unter anderem Krimis aller Art.

Ach und da fällt mir ja auch ein, dass Leer ja der Hauptschauplatz der erfolgreichen ZDF-Krimiserie “ Friesland“ ist. Für Krimiliebhaber ein Muß, also mal reinschauen.

Am Hafen.

Auch hier herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Einige schöne Segelschiffe warten darauf, dass es endlich wieder los geht.

Hafen in Leer.

Ein kleines Päuschen. Die Bänke sind fast alle frei.

Vom Hafen aus kann man den Rathausturm sehr schön sehen. Gebaut im deutsch-niederländischen Renaissancestil, wie es auf der Homepage der Touristikinformation steht.

Rathaus in Leer.

Der Rathausturm ist vom Hafen aus gut zu sehen.

Ein anderes Gebäude, welches am Hafen sofort ins Auge sticht, ist die „Alte Waage“ am Hafen. Heute befindet sich dort ein Restaurant, was wohl auch ganz beliebt ist. Im Sommer stehen auch Tische draußen im Hafen.

Die Alte Waage am Hafen in Leer.

Die Alte Waage, ein schönes barockes Gebäude am Hafen in Nachbarschaft zum Rathaus am Hafen in Leer.

Nach unserem kleinen Altstadt-Spaziergang machten wir uns wieder auf der Uferpromenade auf den Rückweg zu unserem Auto.

Rudern ist in Leer ein weit verbreiteter Sport, bietet sich bei dem ganzen Wasser ja auch an.

Vierer-Ruderboot auf der Leda in Leer.

Hier wird fleißig trainiert. Ein Viererruder wird vom Trainer der sich auf einem Motorboot befindet über Lautsprecher angeleitet.

Fazit:

Ja, also Leer ist alles andere als traurig. Es war zwar nicht viel los, aber ihr könnt euch nicht vorstellen, wie wir das genießen, wenn es eben mal nicht so voll ist. In der Saison, kann ich mir vorstellen, sieht es hier auch anders aus. Wir können aber den Besuch der Stadt Leer wirklich empfehlen. Wir sind mal wieder sehr überrascht, was es alles für schöne Dinge in unserer unmittelbaren Umgebung gibt, so schnuckelig und gemütlich. Um etwas Wunderschönes zu sehen, muß man nicht immer in der Ferne suchen. Nicht immer, manchmal schon:)

Eure Nancy

Wie immer freue ich mich über Kommentare und konstruktive Kritik von euch.

Wenn ihr noch etwas über Ostfriesland lesen möchtet, dann los!

 

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Nancy

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Hallo, ich bin die Hauptautorin in diesem, meinen Blog. Mit meiner Familie zusammen zu sein, ist für mich das schönste was es gibt. Am intensivsten ist es, wenn wir auf Reisen gehen und zusammen neue Dinge entdecken.
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