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Abstecher ins Berner Oberland.

Grüezi mitenand.

Als wir das erste Mal mit unserem Bus nach Südfrankreich fuhren, machten wir einen kleinen Umweg ins Berner Oberland. Während meines letzten Studienjahrs habe ich dort ein paar Monate verbracht. Nun war die Gelegenheit gekommen, meiner Familie diesen Ort und etwas von der unglaublichen Umgebung zu zeigen.

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Frutigen im Berner Oberland.

Ist ein Dorf im Berner Oberland. Es liegt vor Adelboden, was dem einen oder anderem vielleicht schon eher bekannt ist. Ich habe dort im letzten Quartal meines Studiums gelebt, es war die gleiche Jahreszeit vom Sommer bis in den Winter hinein. Man, was bin ich damals gewandert. Jeden freien Tag habe ich genutzt, um mir die Umgebung anzusehen, meistens zu Fuß. Zum Schluß habe ich wegen meiner sich dort entwickelnden strammen Waden, meine Jeans nicht mehr drüber bekommen.

Campingplatz Grassi in Frutigen.

Der Platz ist sehr schön zentral, mit einem tollen Blick auf die Berge. Sanitäranlagen waren sehr sauber. Es gab auch einen Minispielplatz. Für meinen älteren Sohn war er damals völlig ausreichend. Ende August war es hier nicht mehr voll. Von den Temperaturen her war es nachts etwas frisch, so dass wir uns schon gut einmummeln mußten. Das Wetter aber war super, Sonnenschein satt.

Auf dem Campingplatz Grassi in Frutigen.

Tagsüber konnten wir bei herrlichem Sonnenschein draußen unsere Campingstühle und -tisch aufstellen.

Wir waren schon froh in unserem Bus übernachten zu können und nicht in einem Zelt, wie doch noch einige unserer Nachbarn.

Ausblick auf die Berge vom Campingplatz Grassi.

Ein schöner morgendlicher Ausblick vom Campingplatz aus. Der Tag lud zu Ausflügen ein.

Frutigen.

Frutigen ist eine kleine Gemeinde mit 6849 Einwohnern im Kander-und Enstigental. Es ist nicht weit von Thun und Adelboden entfernt. Es gibt alles, was man so für einen Urlaub braucht oder hoffentlich nicht braucht, wie ein Krankenhaus. Die Umgebung ist perfekt für Aktivitäten aller Art, wie Wandern, Mountenbike fahren, einfach die Landschaft der Berge genießen. Im Winter sind Skigebiete in der Nähe.

Typisches Schweizer Holzhaus.

Diese typischen Schweizer Holzhäuser wirken so unglaublich freundlich und gemütlich.

Hinter, bzw. neben dem Campingplatz kam man schnell zur Engsling, ein Nebenfluss der Kander, der im August nicht so viel Wasser führte. An ihm kann man entlang durch die Natur spazieren gehen.

Zur extremen Freude meines kleinen Junges führte die Engstlinge kaum Wasser und er konnte ohne Ende Steine in die restlichen Pfützen werfen. Dies hätte für ihn an Ausflügen gereicht.

Flussbett Enstliege in Frutigen Schweiz.

Für kleine Jungs das Paradies.

Ausflug auf den Niesenberg.

Ja, diesen Berg habe ich schon als erstes vom Auto aus näher kommen sehen. Der Hausberg von Thun und Spiez. Dort bin ich auch schon mal rauf gewandert. Ganz naiv mit Turnschuhen und ohne weitere Vorbereitung. Okay, würde ich heute nicht mehr so machen. Wanderschuhe und ordentlich Proviant wären doch das Mindeste, womit man ausgerüstet sein sollte. Ich habe damals ganz schön geschnauft und einige Ängste ausgestanden. Teilweise war es nämlich doch an manchen Stellen steiler als gedacht und hin und wieder befand ich mich im Nebel ( Wolken), was mir die Orientierung nicht so leicht machte. Hin und wieder hatte ich das Gefühl, der einzige Mensch dort auf dem Berg zu sein, so lange habe ich manchmal kein Lebewesen auf zwei Beinen gesehen. Ich habe mich ja schon riesig gefreut als ich die Kuhglocken gehört habe.

Der Niesen. Berg im Berner Oberland in der Schweiz.

Der Niesen. Der Hausberg von Thun uns Spiez.

Dieses Mal sind wir natürlich mit der roten Niesenbahn gefahren. Unserem Baby war es ganz unheimlich als wir losfuhren und hat fürchterlich geschrien. Beruhigte sich aber auch schnell wieder, denn die Fahrt war ganz gemütlich und man konnte schön beobachten, wie wir immer höher fuhren. Auch für Babies in der Trage interessant.

Niesen-bahn im Berner Oberland Schweiz ist eine Standseilbahn

Oberhalb der Bahn sieht man einen geschlengelten Wanderweg.

Da das Wetter traumhaft war, hatten wir einen unglaublichen Ausblick von oben auf das Frutigental. Es sah alles wie eine Landkarte aus. Oben auf dem Niesen gibt es ein großes Restaurant, das Berghaus Niesen-Kulm für eine Stärkung und viele Aussichtsmöglichkeiten in alle Richtungen.

Der Niesen ist bekannt für seinen fantastischen Ausblick.

Auch schon zu Zeiten von Johannes Brahms. 1886 soll er dort hoch gekraxelt sein, habe ich gerade auf der Homepage der Niesenbahn gelesen. Ja, da gab es sie noch nicht. Erst 1906 hat man mit dem 4 Jahre dauernden Bau begonnen.( Quelle:www.niesen.ch)

Ausblick vom Niesen auf das Frutigental im Berner Oberland Schweiz.

Blick auf Frutigental mit Frutigen rechts und Blick in das Kandertal rechts.

Wir genossen diese Bilderbuch-Ausblicke in vollen Zügen. Dieses Blau vom Thuner See kommt im Bild schön rüber. Interlaken stand damals und auch dieses Mal nicht auf unserer Liste. Vielleicht das nächste Mal.

Blick auf Interlaken, die Stadt zwischen Thuner und Brienzer See.

Als Beitragsbild habe ich ja das Dreier-Team Eiger, Mönch – und Jungfrau schon gezeigt. Wobei Mönch und Jungfrau mit über 4000 Meter mir vorher nicht so bekannt waren wie der Eiger und speziell die Eiger-Nordwand mit seinen tragischen Unglücksgeschichten der ersten Besteigungen. Mir reichte der Anblick vollkommen.

Der Eiger mit der Eiger-Nordwand im Berner Oberland in der Schweiz.

Rechts die berühmt-berüchtigte Nordwand des Eigers.

Für mich kommen doch eher die leichteren Berg-Wanderwege des Niesen in Frage. Nach meiner kleinen Unterschätzung des Wanderweges zum Niesen rauf, achtete ich doch immer sehr darauf nur gelben Wegweisern zu folgen, ohne weiß oder rot, Spazierwege also.

Wanderwege zum Niesen im Berner Oberland in der Schweiz.

Nach einer mehrstündigen Wanderung darf man auch mal ein Nickerchen halten.

Beim Anblick der Bilder, bekomme ich Lust gleich selber wieder los zu maschieren.

Die Kinder waren damals noch sehr klein. Der eine konnte ja eh noch nicht laufen und den anderen habe ich nur an der Hand festgehalten. Also viel alleine rumlaufen war nicht. Wenn die Kinder aber größer sind, so wie unsere jetzt, können sie dort oben auch ein bißchen herum klettern. Auf jeden Fall waren dort eine Menge freilaufender Kinder oben. Mir manchmal ein bißchen zu frei.

Auf dem Niesen im Berner Oberland- in der Schweiz.

Im Hintergrund die Eiger-Nordwand.

Ausflug ins Kandertal.

Als ich während meines Studiums alleine dort war, bin ich regelmäßig zwischen Frutigen und Kandersteg, also durchs Kandertal gewandert. Ich weiß gar nicht mehr wieviele Male.

Ich wollte meiner Familie wenigsten ein kleines Stück des Wanderweges zeigen und mit ihnen zum Blausee laufen.

Kandertal bei Frutigen im Berner Oberland Schweiz.

Blick von Frutigen aus ins Kandertal

Wir fuhren mit unserem Bus bis nach Kandersteg und liefen von dort aus los.

Es war Wochenende und viele Ausflügler waren unterwegs. Es war gar nicht so einfach einen Parkplatz zu finden. Von Kandersteg aus gibt es nämlich verschiedene Sachen, die man machen kann. Ich werde das am Ende nochmal aufzeigen, was ich mir damals alles noch so angesehen habe und welche Strecken ich gewandert bin.

Bus in Kandersteg im Berner Oberland in der Schweiz.

Wir parkten irgendwo in Kandersteg, wo auch schon andere parkten.

Kleine Wanderung von Kandersteg zum Blausee.

Der Weg von Kandersteg nach Frutigen, ist ein relativ flacher Weg. Man kann einen Kinderwagen benutzen. An den etwas steileren Stellen kam mein Mann schon mal hin und wieder aus der Puste. Wenn es bergab ging, sollte man schon ein Sicherheitsgurt vom Kinderwagen am Handgelenk tragen. Am besten ist allerdings eine Kraxe. Es ist aber wirklich nur ein Weg mit mal mehr und mal weniger Aufs und Abs.

Almhaus im Berner Oberland in der Schweiz.

Ein typisches Almhaus machte die Aussicht perfekt.

Unser Ältester war damals ein ausgesprochener Kuhfan. Kannte er bis dahin aus Friesland natürlich nur die schwarz-weißen Kühe, gab es diesmal mit den braun-weißen Kühen etwas Neues zu sehen. Und dann diese Glocken am Hals, wie spannend war das denn, bitte schön!

Schweizer braun-weisse Kuh mit Glocke.

Hier hätten wir noch stundenlang Rast machen können, wenn es nach meinem Ältesten gegangen wäre.

Wir liefen bis zum Blausee weiter.

Der Blausee.

Der Blausee ist, wie der Name ja schon verrät, wirklich sehr blau und es ist ein zauberhaftes Plätzchen. Dort kann man Forellen beobachten, was bei unseren Kindern gut ankam. Um den Blausee herum ist so ein kleiner Park angelegt, alles ganz natürlich und märchenhaft. Es gibt Tische und Bänke und Feuerstellen. Man kann dort mit der Familie etwas mehr Zeit verbringen. Wir machten dort auch eine Essenspause und verschlangen unser Proviant. Danach fuhr mein Mann mit dem Linienbus nach Kandersteg zurück und holte unseren Bus. Wir wollten nicht mehr weiterlaufen. Kaputt.

Das war unser kurzer Aufenthalt in Frutigen. Mir hat das Schreiben und das Bilder heraus suchen so viel Spaß gemacht, dass ich Lust habe, ganz schnell dort wieder vorbei zu fahren. Es gibt ja noch so viel  zu sehen. Gerade jetzt, wo die Kinder größer sind, ist es ja noch viel besser.

Hier habe ich noch ein paar Tipps für Unternehmungen, die ich gemacht habe und die man in der Gegend nich verpassen sollte.

Das sind alles ganz normale Spaziergänge, also keine Berg-Wander-oder Kletterwege, alles sehr gut für Familien mit Kinder, die keine Extrem-Bergwanderer sind.

Ihr seht es lohnt sich nicht nur als Abstecher, sondern auch für einen vollen Familienurlaub.

Schreibt mir, wenn ihr vielleicht noch Tipps habt oder vielleicht Fragen.

Eure Nancy

 

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Nancy

Nancy

Hallo, ich bin die Hauptautorin in diesem, meinen Blog. Mit meiner Familie zusammen zu sein, ist für mich das schönste was es gibt. Am intensivsten ist es, wenn wir auf Reisen gehen und zusammen neue Dinge entdecken.
Nancy
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